Was ist Frieden?

Das Bild vom Frieden

Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstler ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.

Die Künstler des Landes gingen voller Eifer ans Werk. Zu Tausenden trudelten die Bilder beim König ein. Aber von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König nur zwei. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.

Das erste Bild

perfekter Frieden Bild

Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. In dem See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jedem, der das Bild sah, kam beim Betrachten sofort das Wort „Frieden“ in den Sinn.

Das zweite Bild

Frieden?

Das zweite Bild schien auf den ersten Blick das Gegenteil zu symbolisieren. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese Landschaft war zerklüftet, rau und karg. Über den Bergen jagten sich am dunklen Himmel wütende Wolkenberge und man konnte den Blitz aufzucken sehen und fast auch den Donner krachen hören. Auf den ersten Blick kein Ort des Friedens.

 

Beim genaueren Betrachten erkannte man jedoch einen kleinen Busch, der auf einer Felswand wuchs. In diesem Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut und hockte trotz des tosenden Unwetters in stoischer Ruhe über seiner Brut.

Vogel auf Brut

Welches Bild gewann nun den Preis?

Der König entschied sich für das Zweite. Seine Begründung: Lasst euch nicht vom ersten Bild täuschen! Wir brauchen keinen Frieden in idealen Lebenssituationen. Das, was uns fehlt, ist ein Friede inmitten hektischer Ereignisse und widriger Umstände. Denn nur dann bringt dieser Friede Hoffnung auf eine bessere Zeit!

frieden

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

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